Kultur

Die Vorzeit Fuerteventura wurde vor mehr als 30 Millionen Jahren gegründet mit dem Beginn der Vulkanausbrüche, die die Meeresgründe bildeten und vor 23 Millionen Jahren an die Wasseroberfläche traten. Seitdem haben lange Vulkanprozesse und die von den ständigen Passat-Winden verursachte Erosion zu dem Aussehen, das wir heute bewundern können, geführt. Die ersten Ansiedler Die Herkunft der ersten Ansiedler von Fuerteventura ist seit jeher von Legenden geschmückt, da es nicht viel Literatur darüber existiert. Verschiedene Theorien datieren die Ankunft der ersten Einwohner zwischen den Jahren 1.000 und 300 v. C., aber es gibt auch andere Behauptungen und viel Ungewissheit. Neue Studien deuten auf eine berberische Herkunft der Mahos hin, das ist der Name der Ureinwohner von Fuerteventura. Ein großes Erbe an libysch-berberischen Inschriften und Abbildungen, die durch die ganze Insel verteilt sind, werden als wichtigste Spur für die Herkunft aus dem benachbarten Kontinent Afrika betrachtet. Die Eroberung Die Insel wurde von dem normannischen Geschäftsmann Jean de Béthencourt und von Gadifer de la Salle in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts erobert und gegründet. 1404 haben sich die ersten Ansiedler in dem bestgeschützten Teil der Insel niedergelassen und der Insel den Namen Betancuria zu Ehren des Gründers gegeben. Die im Zentrum von Fuerteventura gelegene Stadt Betancuria war die erste Hauptstadt der Kanarischen Inseln und ist gegenwärtig einer der schönsten Orte der Inselgruppe und die Stadt mit der längsten Geschichte. Zu Zeiten der eingeborenen Könige Guize und Ayoze war die Insel in zwei Königsreiche –Maxorata und Jandía—geteilt. Nach der Kapitulation dieser Könige endete der Prozess der Eroberung der Insel Fuerteventura. Vom 15. bis 16. Jahrhundert stand die Insel Fuerteventura unter der Herrschaft der Katholischen Könige, bis sie ein Teil der spanischen Provinz Die Kanaren“ wurde. Eine Verabredung mit der Kultur Die Insel Fuerteventura ist Träger eines kulturellen Erbes aus der fernen und nahen Vergangenheit zugleich und es lebt in jeder Ecke der Insel. Abbildungen, archäologische Fundstellen und Ortsnamen sind allgegenwärtig. Aus der Kolonial-Zeit sind Herrenhäuser, zauberhafte Kirche, Kapellen, Leuchttürme und Mühlen vorhanden. Aus der Neuzeit treffen Skulptur-Parks und Kunsthallen – wie z.B. die Kunsthalle Juan Ismael in Puerto del Rosario – Theater und internationale Filmfestspiele mit jahrhundertalten kulturellen Veranstaltungen, zusammen. Traditionen Wallfahrten, Flohmärkte, Volksfeste, die jährlich in allen Ortschaften stattfinden, Kunsthandwerk – wie Sticharbeiten, Korbflechtkunst, Töpferarbeiten – sind Beispiele einer Tradition, die bis zum heutigen Tagen andauern. Museen Das Museen-Netz von Fuerteventura bietet die Gelegenheit eine Zeitreise durch die Geschichte zu unternehmen und das Majorero-Volk kennenzulernen. Cueva del Llano. Es ist eine 648 m lange vulkanische Lava-Röhre, wo die Einführung gewisser Tierarten im Laufe der Geschichte analysiert wird. Villaverde, La Oliva. Archäologisches Museum von Betancuria. Hier kann man einen Rundgang durch die Eingeborenen-Kultur der Insel machen; hier warden archäologische und ethnographische Exponate ausgestellt. Betancuria Öko-Museum La Acogida. Das Dorf mit sieben Häusern ist ein Beispiel für das traditionelle Wohnen in Fuerteventura. Tefía, Puerto del Rosario Auslegungszentrum der archäologischen Fundstelle in La Atalayita. Eshandelt sich um eine archäologische Fundstelle, die seinerzeit eine Maho- Ansiedlung – die Ureinwohner von Fuerteventura – war. Das Tal von Pozo Negro, Antigua Fischerei-Museum von Faro del TostónEin Ort, in einem wunderschönen Leuchtturm integriert, der der Fischereikunst der Majoreros im 19. Jahrhundert gewidmet ist. . El Cotillo, La Oliva Salz-Museum. Es ist ein Kultur-Komplex der Salinen del Carmen, das um das Jahr 1910 gebaut wurde und auch ein Museum, das einen Überblick der Salzkultur ermöglicht. Salinen del Carmen, Antigua Unamunos Wohnhaus.Das ist das Haus, in dem der berühmte Schriftsteller während seines Exils lebte. Es enthält verschiedene Gegenstände und Utensilien aus dem Leben Unamunos auf Fuerteventura. Puerto del Rosario Centro de Interpretación Los Molinos. Untergebracht in einem traditionellen Haus aus dem vorigen Jahrhundert zeigt das Haus Materialien und Formen für die Herstellung des Maismehls. Tiscamanita, Tuineje Zentrum für Kunsthandwerk Molino de Antigua. Enthält Ausdrücke aus der Geschichte der einheimischen Bauern, Kunsthandwerke, Skulpturen und eine Mühle für Maismehl mit intakter Maschinerie. Antigua Casas de Felipito. An den Hängen des Guisguey-Tals befindet sich dieser Park mit Picknick-Bereich, ein perfekter Ort um mit der Familie oder mit den Freunden zu Grillen. Guisguey, Puerto del Rosario Aussichtpunkt Morro Velosa Entworfen vom bekannten Künstler Cesar Manrique bietet einen atemberaubenden Anblick auf die Mitte und den Norden der Insel aus einer einzigartigen Perspektive. Betancuria Museo del Grano La Cilla. Im Haus La Cilla, aus dem Jahr 1819 kann man die Geschichte des traditionellen landwirtschaftlichen Zyklus, seinen Bezug auf das Klima und eine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte sehen. La Oliva Casa Museo Doctor Mena. Das Haus von Dr. Mena wurde zu einem Museum umgebaut und zeigt Gegenstände eines wohlhabenden Bauernhauses. Ampuyenta, Puerto del Rosario Gastronomie Die Gerichte von Fuerteventura schmecken nach Salz, Meer und nach den Weiden der Majoreras-Ziegen. Typisch bei jedem Festmahl sind Kitz- und Ziegenfleisch, Fisch in allen Variationen, das Typische Gofio (Mehl aus geröstetem Mais) und die schrumpeligen oder gekochten Kartoffeln. Der Majorero-Käse mit Herkunftsbezeichnung seit 1996 ist der erste Ziegenkäse, der in ganz Spanien eine Herkunftsbezeichnung erhalten hat. Es gibt ihn gereift, halbgereift oder weich; in natürlichem Zustand, mit Mehl aus geröstetem Mais, Paprikapulver oder Öl… Es ist ohne Zweifel eine Köstlichkeit der Maxorata und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

 

 

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